Soziales Konzept

Da insbesondere für die politisch gewollte energetische Modernisierung für die MieterInnen hohe, auf die Miete umlegbare, Kosten entstehen, sieht unser Konzept einen Lastenausgleich vor: Einerseits haben wir ein Budget eingeplant, mit dem wir als Eigentümer einen Teil der Modernisierungsumlagen selbst übernehmen können, andererseits ist es durch höhere Mieten bei Neuvermietungen möglich, die Mietsteigerungen für die bestehenden MieterInnen zusätzlich zu reduzieren. So soll ermöglicht werden, finanziell schlechter gestellte MieterInnen im Haus zu halten.

Eine formal richtige Modernisierungsankündigung muss die gesetzlich vorgesehene Umlage auf die Miete enthalten. Deswegen sind in den zugestellten Modernisierungsankündigungen teilweise sehr hohe Modernisierungsumlagen ausgewiesen. In diesen Schreiben haben wir dringend darum gebeten, das Gespräch mit uns zu suchen, wenn dadurch unzumutbare Härten entstehen. In den darauf folgenden Gesprächen mit fast allen Mietparteien (29 von 30) haben wir gemeinsam versucht Lösungen zur Ausführung der Baumaßnahmen und zur Höhe der Modernisierungsumlage zu finden.

Mit dem Konzept des Lastenausgleichs ist es uns bisher gelungen mit 21 von 24 (Stand: 22.08.2013) BestandsmieterInnen eine Modernisierungsumlage zu vereinbaren, die deren Verbleib im Haus sicherstellt.

Die für ein komplexes Bauvorhaben wie dieses nötige Planung enthält Termine und Fristen die nicht beliebig verschoben werden können. Um die Durchführung des Bauvorhabens gewährleisten zu können, war es erforderlich, die Duldung der Modernisierung durch die Mietparteien in einigen Fällen gerichtlich klären zu lassen.