Umgang mit dem Altbaubestand

Bei der Sanierung des Hauses haben wir besonderes Augenmerk auf den Erhalt des Altbau-Charakters gelegt. Wir wollen, dass er trotz der umfangreichen Modernisierungen erhalten bleibt. Dies betrifft vor allem die Holzkastenfenster, aber es sind auch die kleinen Details, die unserer Meinung nach dafür sorgen, dass ein Altbau sein Gesicht behält. Vor diesem Hintergrund haben wir uns für folgende Maßnahmen entschieden:

  • Die originalen Holzkastenfenster zur Straßenseite wurden - sofern erhaltungsfähig - im Rahmen einer Runderneuerung gedämmt, damit das typische Fassadenbild zur Straße weitestgehend erhalten bleibt. Um den geforderten Dämmwert zu erreichen, wurden die Innenflügel mit einer neuen, sehr dünnen Isolierverglasung und einer Schlauchdichtung ausgestattet.
  • Die Kastendoppelfenster zum Hof und alle einfach verglasten Fenster wurden aus Kostengründen durch neue Holzfenster mit dreifacher Isolierverglasung ersetzt, die sich ästhetisch an den originalen Doppelkastenfenstern orientieren.
  • Nicht verwendbare oder fehlende Original-Fenstergriffe wurden durch gebraucht gekaufte alte Messing-Fenstergriffe aus der Zeit um 1900 ersetzt. (Die Umlage der Modernisierungskosten für die Fenster auf die Mieten berechnet sich in beiden Fällen aus einem preisgünstigeren Standard-Kunststofffenster.)
  • Die Fenstereinfassungen an der Fassade wurden klassisch mit farblich abgesetzten Faschen ausgeführt.
  • Die originalen, genieteten Blumenkastenhalter an den Bestandsbalkonen wurden überarbeitet, fehlende Kästen wurden ästhetisch ähnlich nachgebaut.
  • Bei Wohnungsrenovierungen achten wir auf einfachen Altbaucharakter: abgezogene Dielenböden, Wände ohne Tapete aber mit Spuren aus der Vergangenheit, Einbauten wie Abhängdecken werden zugunsten der Raumhöhe entfernt, originale Türen werden belassen, die Bäder sind schlicht gehalten.